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Michal war ein Mühlknappe auf der Mühle im Koselbruch und der Vetter von Merten.

Biografie

Vor Krabats Ankunft auf der Mühle

Es ist unbekannt, wie lange Michal auf der Mühle war. Tonda und Juro waren vor ihm da.

Krabats erstes Jahr

Krabat lernte Michal und seinen Vetter Merten gleich am Anfang seiner Zeit auf der Mühle kennen. Beide waren bärenstark und gutmütig, wie Krabat auffiel.

In der Neumondnacht, in der Krabat zum ersten Mal für den Herrn Gevatter arbeitete, fassten Michal und Merten am Auslauf des Mahlkastens im Toten Gang Posten. Sie füllten das fertig vermahlene Gut in die leeren Säcke ab und verschnürten sie.

Als der Leutnant und die anderen Werber zu Besuch zur Mühle kamen, halfen Michal und Merten Andrusch und Staschko dabei, das Essen für den Besuch herzurichten. Als sie die Werber am nächsten weiterhin verkohlten, spielten er, Merten und Hanzo scheinbar Flügelhorn.

Krabats zweites Jahr

Nach Tondas Tod trugen Michal und Merten ihn in die Gesindestube. Michal drückte Tonda die Augen zu und schob ihm ein Bündel Stroh in den Nacken, das Juro geholt hatte.

Am Anfang von seinem zweiten Jahr wurde Krabat vom Meister freigesprochen. Michal und Hanzo bürgten für ihn. Krabat wunderte sich und Michal erklärte ihm, dass das erste Jahr auf der Mühle im Koselbruch für drei Jahre gilt.

Als Krabat im Schlaf schrie, weil er von Tonda träumte, weckten Michal und Juro ihn, wussten aber nicht, wer ihn zuerst gerufen hatte. Deshalb schlug Juro vor, beim nächsten Mal an den Knöpfen abzuzählen, wer Krabat wecken durfte. Tonda hatte im Traum gesagt, dass Krabat sich auf den verlassen konnte, der ihn zuerst gerufen hatte. Weil Juro dumm war, ging Krabat davon aus, dass Michal ihn zuerst gerufen hatte, weswegen er sich von da an immer an ihn wandte, wenn er ein Problem hatte. Michal half ihm immer, nur über Tonda und seinen Tod wollte er nicht sprechen.

Außerdem half Michal dem neuen Lehrjungen Witko heimlich. Für die Waldarbeit mussten die Mühlknappen ihre Stiefel walken, damit sie beim Trocknen nicht steinhart wurden. Lyschko zwang Witko, ihm seine Stiefel zu walken. Als Michal das merkte, stellte er ihn zur Rede. Aus Rache verriet Lyschko dem Meister, dass Michal Witko heimlich half. Der Meister bestrafte ihn. Die anderen Mühlknappen fragten, was der Meister mit ihm gemacht hatte, doch Michal bat sie, ihn in Ruhe zu lassen. Sie wollten Lyschko verprügeln, aber Michal verbot es ihnen.

Im zweiten Jahr war Michal der beste Schüler der Schwarzen Schule. Er gab Krabat auch einen Rat, wenn Krabat ihn fragte, nur als Krabat von Tondas Tod sprach, wich er aus. Seine Aussage, dass das erste Jahr auf der Mühle für drei Jahre galt, war nicht der einzige Rat, den Michal Krabat gab.

Nachdem Krabat Tondas Grab aufgesucht hatte, sprach Michal mit ihm, denn er hatte ihn heimlich beobachtet. Er sagte ihm, dass die Toten tot waren und dass jeder, der auf der Mühle starb, vergessen wurde, als hätte es ihn niemals gegeben. Krabat versprach ihm, sich daran zu halten. Beim Radhub des neuen Mühlrads hängten Michal und Merten die Mühlenwelle mit Hilfe des Flaschenzuges und einiger Seile hinter dem alten Wasserrad an den Querbalken auf, damit das neue Mühlrad auf die Mühlenwelle geschoben werden konnte.

Im Sommer des zweiten Jahres verlor der Meister ein Duell gegen Pumphutt und musste ihn dann zum Essen einladen. Dafür ließ der Meister die Mühlknappen Nachts arbeiten, als sie nicht zaubern konnten. Witko hatte es am schwersten, weil er noch im Wachstum war. Michal, Merten, Krabat, Hanzo und Staschko versuchten, ihm zu helfen, aber der Meister sah es meistens. In einer Neumondnacht brach Witko zusammen und Michal kam ihm zu Hilfe. Der Meister schlug ihn mit der Peitsche, doch der Herr Gevatter befahl ihm, es bleiben zu lassen. Michal brachte Witko zu Bett und der Meister musste selbst arbeiten.

In der Weihnachtsnacht schneite es. Als Krabat am Morgen zum Brunnen ging, um sich zu waschen, traf er Michal, der mit Hacke und Schaufel kam. Krabat wollte ihn ansprechen, aber Michal winkte ab. Danach war er wie umgewandelt und schloss sich von allen anderen ab, auch von seinem Vetter Merten.

Michals Tod und die Zeit danach

In der Silvesternacht hörten die Mühlknappen ein dumpfes Gepolter und einen Schrei. Am nächsten Morgen fanden sie Michal. Der Wiegebalken aus der Mehlkammer war von der Decke gefallen und hatte ihm das Genick erschlagen. Juro versorgte Michal, dieser wurde am oberen Ende der Hügelreihe auf dem Wüsten Plan begraben. Sein Vetter Merten blieb alleine an seinem Grab zurück.

Merten hatte Probleme damit, Michals Tod zu akzeptieren. Deshalb sprach er nicht mehr. Auch nachdem Krabat ihm erzählt hatte, dass Michal ihm gesagt hatte, dass die Toten tot waren und dass jeder, der auf der Mühle starb, vergessen wurde, als hätte es ihn niemals gegeben, änderte sich nichts. Weil das nicht half, dachte Krabat daran, dass Tonda ihm sicher einen Rat hätte geben können und Michal vielleicht auch.

Merten versuchte, aus der Mühle zu fliehen und sogar, sich zu erhängen, aber es gelang ihm nicht. Krabat schwor sich daraufhin, Tondas, Michals und Worschulas Tod sowie Mertens verloren wirkendes Leben zu rächen.

Persönlichkeit

Michal war wie Merten stark und gutmütig. Er hatte Mitleid mit Witko und war der Meinung, dass die Arbeit, die der Meister diesem gab, zu schwer für ihn war. Nachdem der Meister ihn bestraft hatte, weil er Witko heimlich half, war Michal verstört. Er wollte sich nicht für seine Mitgesellen schämen, weshalb er ihnen verbot, Lyschko zu verprügeln. Michal war ähnlich ruhig und besonnen wie Tonda. In Krabats zweitem Jahr auf der Mühle war er der beste Schüler in der Schwarzen Schule. Er und Merten waren die einzigen Burschen mit verwandtschaftlichem Verhältnis untereinander. Ihr Zusammenhalt wird vor allem dadurch deutlich, dass sie meist in einem Atemzug genannt werden.

Die letzten Tage vor seinem Tod schloss er sich von allen seinen Mitgesellen ab, auch von Merten.

Aussehen

Nachdem der Meister ihn mit der Peitsche geschlagen hatte, behielt er Striemen am Hals zurück.

Im Film hat er eine kräftige Statur, braune Augen, schulterlange, braune, lockige Haare und einen Dreitagebart, was auch in der Audiodeskription erwähnt wird.

Hinter den Kulissen

  • Im Film Krabat (2008) bleibt Michal am Leben, hat aber Probleme mit dem Rücken. Auch bekommt nicht er in einer Neumondnacht einen Peitschenhieb, sondern Merten. Wie im Buch stehen die Vettern sich sehr nah und versuchen, sich gegenseitig zu beschützen: Als der Meister verkündet, wer nach Schwarzkollm darf, um die Bewohner vor plündernden Soldaten zu verteidigen, bittet Merten, Michal seines Rückens wegen nicht mitzunehmen, damit ihm nichts passiert. Gleichzeitig stups Michal ihm in die Seite, um ihn zum Schweigen zu bringen, damit der Meister nicht wütend wird.
  • In der Oper Die Legende vom Krabat kommt ein namentlich ähnlicher Charakter namens Michel vor.
  • Als Krabat sein Kräfte erhält und in der Mühle gefeiert wird, verkleidet er sich in einem angedeuteten Theater als Baumtänzerin, sehr zum Vergnügen seiner Mitgesellen.
  • Als die Gesellen aufwachen, wie sie es Neujahr um Mitternacht immer tun, versucht Krabat die Schlafkammer zu verlassen, als sie Tondas Todesschreie hören. Michal zieht ihn von der Luke weg und ermahnt ihn, sich wieder hinzulegen, sie könnten nichts dagegen tun. Am nächsten Morgen drückt Michal dem Toten sanft die Augen zu. Im Buch ist es Juro, der Krabat wieder zu seiner Pritsche führt.

Schauspieler

Jahr Film/Fernsehserie Schauspieler/Synchronsprecher
2008 Krabat (2008) Charly Hübner

Quellen

Bücher

Filme

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